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Kristallsysteme & Habitusse

Kristallsysteme & Habitusse

Das Wichtigste in Kürze

  • Es gibt sieben Kristallsysteme, die durch die innere atomare Symmetrie bestimmt werden.
  • Der Habitus ist die Form, in der ein Kristall in einer bestimmten Umgebung tatsächlich wächst.
  • Begriffe wie Druse, botryoidal (traubig) und Geode beschreiben gängige Formen, die Sammler lieben.

Kristallsystem vs. Habitus

Zwei verwandte Konzepte sorgen für Verwirrung. Ein Kristallsystem ist die zugrunde liegende Symmetrie des Atomgitters – fest vorgegeben für ein bestimmtes Mineral. Der Habitus ist die äußere Form, in der ein einzelner Kristall wächst, was von Raum, Temperatur und Chemie abhängt. Halit gehört immer zum kubischen System, aber sein Habitus kann von perfekten Würfeln bis hin zu trichterförmigen Skeletten reichen.

Die sieben Kristallsysteme

Mineralogen teilen Kristalle anhand ihrer Achsen und Winkel in sieben Systeme ein:

  • Kubisch (isometrisch) – Pyrit, Halit, Granat, Diamant
  • Tetragonal — Zirkon, Rutil
  • Hexagonal – Quarz, Beryll, Apatit
  • Trigonal — Calcit, Turmalin, Korund
  • Orthorhombisch — Topas, Olivin, Baryt
  • Monoklin — Gips, Orthoklas, Glimmer
  • Triklin — Plagioklas-Feldspat, Türkis

Häufige Gewohnheiten erkennen

Der Habitus ist oft das, was man zuerst bemerkt. Prismatische Kristalle sind längliche Säulen (Quarzspitzen); tafelige sind flache Platten; nadelige sind nadelartig. Eine Druse ist ein Teppich aus winzigen, glitzernden Kristallen, die eine Oberfläche bedecken. Botryoidal (traubig) sieht aus wie eine Traube von Weintrauben oder Blasen (Malachit, Hämatit). Massiv bedeutet, dass überhaupt keine sichtbare Kristallform vorhanden ist – nur ein fester Brocken.

Geoden, Knollen und Matrix

Eine Geode ist ein hohles Gestein, das innen mit nach innen zeigenden Kristallen oder gebändertem Achat ausgekleidet ist – ein Hohlraum, der zu einem Kristallgarten wurde. Eine massive Version ohne Hohlraum ist eine Druse (oder Knolle). Das Wirtsgestein, auf dem ein Kristall sitzt, wird als Matrix bezeichnet, und ein gut ausgebildeter Kristall, der noch auf einer attraktiven Matrix sitzt, ist oft wertvoller als ein einzelner, loser Kristall.

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