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Obsidian

Obsidian

Das Wichtigste in Kürze

  • Obsidian ist vulkanisches Glas, kein Kristall – er hat keinerlei Kristallstruktur.
  • Sein messerscharfer muscheliger Bruch und sein glasartiger Glanz sind diagnostisch.
  • Künstliches Glas und schwarzer Onyx sind häufige Imitationen.

Glas von einem Vulkan

Obsidian entsteht, wenn felsische Lava so schnell abkühlt, dass sich die Atome nicht zu Kristallen anordnen können. Das Ergebnis ist ein natürliches Glas – technisch gesehen ein Mineraloid, da ihm die geordnete Struktur fehlt, die ein echtes Mineral benötigt. Es ist meist tiefschwarz, kann aber auch braun sein oder durch mikroskopische Einschlüsse „Schneeflocken“-Muster, einen goldenen „Schimmer“ oder ein regenbogenartiges Schillern aufweisen.

Wie man es erkennt

Obsidian ist glasartig und an dünnen Kanten oft durchscheinend, mit einem glatten, geschwungenen muscheligen Bruch, der unglaublich scharfe Kanten hinterlässt – scharf genug, dass alte Völker daraus Klingen schlugen. Er ist mäßig hart (ca. 5–5,5) und fühlt sich im Vergleich zu dichtem Gestein warm und leicht an. Achten Sie auf diese Kombination aus Glasartigkeit, scharfen, muschelartigen Brüchen und dem Fehlen jeglicher Kristalle oder Körner.

Doppelgänger

Hergestelltes Glas (einschließlich „Goldfluss“ mit seinem Kupferglitzern und Flaschenglas) ist die größte Fehlerquelle – künstliches Glas hat oft Gussnähte, eine vollkommen gleichmäßige Farbe oder eingeschlossene runde Blasen. Schwarzer Onyx und Gagat können ihm ebenfalls ähneln, aber Onyx ist härterer, gebänderter Chalcedon und Gagat ist ein leichtes, warmes, kohleähnliches organisches Material. Gehen Sie mit zerbrochenem Obsidian vorsichtig um; die Kanten schneiden leicht in die Haut.

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