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Meteoriten vs. Meteor-Irrtümer

Meteoriten vs. Meteor-Irrtümer

Das Wichtigste in Kürze

  • Die meisten Meteoriten sind dichter als normales Gestein und viele sind magnetisch (eisenreich).
  • Eine dunkle Schmelzkruste und, bei Eisenmeteoriten, ein Widmanstätten-Muster sind wichtige Erkennungsmerkmale.
  • Schlacke, Magnetit, Hämatit und Industrieabfälle sind die üblichen „Pseudometeoriten“.

Was Meteoriten sind

Meteoriten sind Gesteine, die den Sturz aus dem All überstanden haben. Es gibt sie in drei Haupttypen: Steinmeteoriten (die häufigsten), Eisenmeteoriten (dicht, metallisch) und Stein-Eisen-Meteoriten (eine Mischung, zu der auch die wunderschönen, mit Olivin besetzten Pallasite gehören). Echte Funde sind selten, und fälschlicherweise als Meteoriten identifizierte irdische Steine – scherzhaft „Meteor-Irrtümer“ genannt – sind in den Taschen der Menschen weitaus zahlreicher als echte.

Anzeichen, die auf Echtheit hindeuten

Kein einzelner Test ist ein Beweis, aber diese Merkmale erhöhen die Wahrscheinlichkeit:

  • Dichte: Die meisten Meteoriten fühlen sich für ihre Größe ungewöhnlich schwer an
  • Magnetismus: Viele enthalten Eisen-Nickel-Metall und ziehen einen Magneten an
  • Schmelzkruste: eine dünne, dunkle, manchmal matte „verbrannte“ Rinde durch atmosphärische Erhitzung
  • Regmaglypten: flache, daumenabdruckartige Vertiefungen auf der Oberfläche
  • Keine Blasenräume: Echten Meteoriten fehlen die Gasblasen/Löcher, die in Schlacke und Lava zu sehen sind

Häufige Nachahmungen

Zu den häufigen „Pseudometeoriten“ gehören Industrieschlacke (bläschenartig, glasig, leicht), Magnetit und Hämatit (magnetisch, hinterlassen aber einen schwarzen oder roten Strich – Meteoriten hinterlassen im Allgemeinen keinen Strich) sowie künstliches Eisen. Ein Strichtest hilft: Reiben Sie das Objekt auf einer unglasierten Fliese – ein kräftiger roter oder schwarzer Strich deutet auf ein irdisches Mineral hin, nicht auf einen Meteoriten.

Einen Verdacht bestätigen

Bei Eisen- und Stein-Eisen-Meteoriten kann das Schneiden und Ätzen einer polierten Fläche die Widmanstätten-Strukturen sichtbar machen – ineinandergreifende Kristallbänder, die sich nur über Millionen von Jahren langsamer Abkühlung im Weltraum bilden und nicht gefälscht werden können. Wenn mehrere Anzeichen übereinstimmen, kann das geologische Institut einer Universität oder ein Meteoritenlabor eine definitive Antwort geben; ein Handyfoto kann das nicht.

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