Glanz, Strichfarbe, Spaltbarkeit & Bruch
Das Wichtigste in Kürze
- Der Glanz beschreibt, wie eine Oberfläche das Licht reflektiert – beginne mit metallisch vs. nicht-metallisch.
- Die Strichfarbe ist die Farbe des Pulvers und oft zuverlässiger als die Oberflächenfarbe.
- Spaltbarkeit (ebene Flächen) versus Bruch (unregelmäßige Brüche) offenbart die atomare Struktur.
Glanz: der Charakter des Scheinens
Glanz beschreibt, wie Licht mit der Oberfläche eines Minerals interagiert. Die erste Frage ist, ob er metallisch ist oder nicht. Darüber hinaus haben nicht-metallische Glanzarten Namen, die man lernen sollte: glasartig (wie Quarz), diamantartig (brillant, wie Diamant), harzig (wie Bernstein), perlmuttartig (wie die Innenseite einer Muschel), seidig (faserige Mineralien), fettig und matt oder erdig. Die Bestimmung des Glanzes schränkt die Auswahl Ihrer Kandidaten schnell ein.
Strichfarbe: die ehrliche Farbe
Ziehen Sie das Mineral über unglasiertes Porzellan und betrachten Sie das Pulver. Der Strich entfernt Oberflächenverfärbungen und Anlaufen, ist also viel zuverlässiger als die sichtbare Farbe. Goldener Pyrit hinterlässt einen grünlich-schwarzen Strich; roter bis schwarzer Hämatit hinterlässt immer einen rotbraunen Strich. Der Strich funktioniert nur bei Mineralien, die weicher als die Fliese sind (~7), Quarz und härtere Mineralien hinterlassen also einfach keine Spur.
Spaltbarkeit: Brechen entlang von Ebenen
Spaltbarkeit ist die Tendenz, entlang flacher Oberflächen zu spalten, an denen die atomaren Bindungen am schwächsten sind. Beschreiben Sie sie durch die Anzahl der Richtungen und die Winkel: Glimmer hat eine vollkommene Spaltbarkeit (blättert in Schichten ab), Feldspat hat zwei bei fast 90°, Halit und Bleiglanz haben drei bei 90° (Würfel) und Calcit hat drei nicht bei 90° (Rhomboeder). Gleichmäßige flache Flächen auf abgebrochenen Stücken sind ein starker Hinweis.
Bruch: Brechen ohne Spaltflächen
Wenn ein Mineral keine Spaltbarkeit aufweist, bricht es. Der Klassiker ist der muschelige Bruch – glatte, geschwungene, muschelähnliche Oberflächen, wie man sie bei Quarz und Obsidian sieht. Andere Brüche werden als uneben, splittrig, hakig (gezackt, wie gebrochenes Metall) oder erdig beschrieben. Ob ein Handstück spaltet oder bricht und wie, ist eines der strukturellsten – und nützlichsten – Merkmale, die man beobachten kann.
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