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Lapislazuli

Lapislazuli

Das Wichtigste in Kürze

  • Lapis ist ein Gestein, kein einzelnes Mineral – hauptsächlich Lazurit mit Calcit und Pyrit.
  • Goldene Pyritflecken und weiße Calcitstreifen sind natürliche, verräterische Merkmale.
  • Gefärbter Howlith/Jaspis und gefärbter „Denim“-Lapis sind häufige Ersatzstoffe.

Ein blauer Stein mit Geschichte

Lapislazuli ist ein Gestein, das hauptsächlich aus dem tiefblauen Mineral Lasurit besteht, gemischt mit weißem Calcit und glitzernden Pyritflocken. Er wird seit über 6.000 Jahren geschätzt und wurde zu dem unschätzbar wertvollen Pigment „Ultramarin“ der Renaissance-Maler gemahlen. Der feinste Lapislazuli stammt aus Afghanistan und zeigt ein intensives, gleichmäßiges Blau.

Wie man es erkennt

Achten Sie auf ein sattes Königsblau, das mit winzigen goldfarbenen Pyritsprenkeln und oft auch mit Streifen oder Flecken von weißem Calcit durchsetzt ist. Diese Kombination – blauer Körper, goldene Sprenkel, weiße Adern – ist äußerst charakteristisch. Er ist undurchsichtig, mäßig weich (5–5,5) und fühlt sich dicht an. Ein gleichmäßiges Blau ohne jeglichen Pyrit oder Calcit ist eigentlich ein Grund zur Skepsis.

Imitationen & Behandlungen

Zu den häufigen Fälschungen gehören gefärbter Howlith oder Jaspis, gefärbter „Schweizer Lapis“ (eigentlich gefärbter Jaspis) und rekonstruiertes Lapis-Pulver in Harz. Farbstoff lässt sich mit einem in Aceton getauchten Wattestäbchen abreiben, und aufgemalter „Pyrit“ sieht zu gleichmäßig aus. Minderwertige Qualitäten werden manchmal gefärbt, um ein blasses, gräuliches „Denim“-Blau zu vertiefen. Echter Lapis zeigt natürlichen, unregelmäßigen Pyrit und Calcit anstelle von perfekt platzierten Flecken.

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